Indien

ca_indien_32Am Subkontinent Indien entfaltet sich eine auf der Erde einzigartige Vielfalt an Ethnien, Sprachen, Kulturen, Religionen und Landschaften. Die höchsten Berge der Welt liegen im Norden im Himalaya, die Wüsten Rajasthans prägen Indien ebenso wie die Palmenküsten Gujarats. Pulsierende Millionenstädte wie Dheli, Kalkutta oder Mumbai stehen im krassen Gegensatz zu den archaischen Dörfern am Land.

Moderne und Mittelalter prallen in Indien aufeinander, Hochtechnologie und Ochsenkarren prägen den indischen Alltag. Nirgendwo auf der Welt liegen Schönheiten und Scheußlichkeiten derart nah beieinander wie in Indien: bezaubernde Landschaften, großartige Denkmäler, monumentale Bauwerke, prunkvolle Paläste und friedvolle Religionen auf der einen Seite – Elend und Tod, Dreck und Bettler und religiöser Fanatismus auf der anderen Seite.

Indien muss sich der Reisende erarbeiten. Es zwingt zu einer Auseinandersetzung mit Geschichte und Kultur, mit Menschen und Religion und führt allmählich zu einer Auseinandersetzung mit sich selbst: Der im Rinnsal Sterbende, der an Lepra Leidende, die vielen Verkrüppelten und ausgestoßenen Menschen – kein Inder dreht sich nach ihnen um. Der Westeuropäer erfährt, in welcher Enklave des Wohlstandes er im Vergleich zu diesen Menschen lebt. Und trotzdem: Bei allen Elend und aller Not – in den Straßen Kalkuttas, Mumbais oder Dhelis finden sich viel mehr zufriedene Gesichter und lachende Kinderaugen als etwa in London, Paris oder Wien.

Indien lehrt Demut und zugleich Dankbarkeit für alles, was wir in Europa so unbedacht konsumieren!

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